Kurz erklärt
Bevor eine neue Pflanze einzieht, finde ihren botanischen Namen heraus, schlag ihn in der Pflanzenliste für Katzen und Hunde des ASPCA Animal Poison Control Center nach und leg fest, wo sie stehen soll, bevor dein Tier sie entdeckt. Eine als giftig geführte Pflanze kannst du trotzdem halten, außer Reichweite. Eine als ungiftig geführte Pflanze ist kein Snack, und eine nicht gelistete Pflanze wurde dort schlicht nicht bewertet. Hat dein Tier an etwas geknabbert und du bist unsicher, ruf eine Tierarztpraxis oder einen tierärztlichen Giftnotruf an, statt auf Anzeichen zu warten.
Fang mit dem botanischen Namen an
Volksnamen sind unzuverlässig. Das Einblatt heißt auf Englisch „peace lily“, ist aber keine echte Lilie, mehrere nicht verwandte Pflanzen werden als „Gummibaum“ verkauft, und dasselbe Etikett kann je nach Land verschiedene Arten meinen. Such den botanischen Namen auf dem Etikett, frag im Geschäft oder nimm den Namen aus einem verlässlichen Pflanzenprofil. Unsere Profile nennen den anerkannten Namen kursiv, zum Beispiel Dracaena trifasciata für den Bogenhanf. Kew, Plants of the World Online
Was „giftig“, „ungiftig“ und „nicht gelistet“ bedeuten
Die ASPCA-Liste sagt getrennt für Katzen, Hunde und Pferde, ob eine Pflanze als giftig bekannt ist. Bei giftigen Pflanzen nennt sie meist den giftigen Bestandteil und typische Anzeichen. So lesen wir das in unseren Profilen:
- Als giftig gelistet: Die Pflanze kann Wirkungen von Reizungen im Maul und Erbrechen bis zu ernsteren Problemen auslösen. Stell sie außer Reichweite oder wähl eine andere Pflanze, wenn dein Tier knabbert.
- Als ungiftig gelistet: Die ASPCA erwartet keine ernste Vergiftung. Pflanzenmaterial kann trotzdem den Magen verstimmen, und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Dünger oder Erde sind eigene Risiken.
- Nicht gelistet: Unter diesem Namen gibt es keinen Eintrag. Das heißt nicht „unbedenklich“. Prüf andere institutionelle Quellen und sei vorsichtig, bis du mehr weißt.
Manche Pflanzen sind viel gefährlicher als übliche Zimmerpflanzen. Die ASPCA warnt, dass echte Lilien (Lilium) und Taglilien (Hemerocallis) bei Katzen Nierenversagen auslösen können; in Haushalten mit Katzen gehören sie gar nicht ins Haus, auch nicht als Schnittblumen.
Die Pflanzen in unserer Bibliothek
Von der ASPCA als ungiftig für Katzen und Hunde geführt:
- Grünlilie (Chlorophytum comosum)
- Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis)
- Korbmarante (Goeppertia; bei der ASPCA als Calathea geführt)
Von der ASPCA als giftig für Katzen und Hunde geführt:
- Efeutute, Monstera, Einblatt und Kletter-Philodendron, die unlösliche Calciumoxalate enthalten
- Bogenhanf und Aloe vera
- Gummibaum: Der ASPCA-Eintrag heißt „Indian rubber plant“, nennt aber den Namen Ficus benjamina; wir erklären die Abweichung im Profil
Nicht namentlich gelistet oder die Quellen widersprechen sich:
- Die Glücksfeder steht nicht auf der ASPCA-Liste; NC State Extension führt sie als giftig. NC State Extension
- Die Geigenfeige steht nicht namentlich in der ASPCA-Datenbank; ein ASPCA-Artikel erwähnt leichte Magenbeschwerden, NC State führt sie als giftig. NC State Extension
Die Pflanzenbibliothek hat einen Filter für Pflanzen, die die ASPCA als ungiftig führt.
Kurze Checkliste vor dem Kauf
- Botanischen Namen herausfinden und auf der ASPCA-Liste prüfen.
- Einen Platz wählen, den dein Tier nicht erreicht: ein hohes Regal, ein geschlossenes Zimmer oder eine Hängeampel weit weg von Möbeln, von denen die Katze springt.
- Fragen, ob die Pflanze kürzlich mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde, und im Zweifel die Blätter abspülen.
- Langzeitdünger-Körner von der Oberfläche entfernen; Dünger und Pflanzensprays verschlossen aufbewahren.
- Abgefallene Blätter und Blüten aufsammeln, vor allem von giftigen Pflanzen.
- Dein Tier in den ersten Tagen beobachten. Katzen, die Gras oder hängende Blätter anknabbern, zeigen das meist schnell.
Wenn dein Tier an einer Pflanze knabbert
Stell die Pflanze weg und heb das Etikett auf oder mach ein Foto. Notier ungefähr, wie viel gefressen wurde und wann. Wende dich sofort an eine Tierarztpraxis oder einen tierärztlichen Giftnotruf, auch wenn dein Tier gesund wirkt; manche Wirkungen zeigen sich später. Versuch nicht, dein Tier zum Erbrechen zu bringen, es sei denn, eine Tierärztin oder ein Tierarzt rät dazu.
Menschen im Haushalt
Auch kleine Kinder knabbern an Blättern. Hat ein Mensch eine Pflanze gegessen, wende dich an den Giftnotruf in deiner Region. Dieser Ratgeber enthält allgemeine Informationen, keine tierärztliche oder medizinische Beratung.
Häufige Fragen
Gibt es eine völlig haustiersichere Pflanze?
Keine Liste kann das versprechen. „Als ungiftig gelistet“ ist das Höchste, was eine verlässliche Quelle sagen kann, und jede Pflanze kann in größerer Menge den Magen verstimmen.
Darf ich eine giftige Pflanze halten, wenn ich eine Katze habe?
Viele Haushalte tun das, indem sie die Pflanze wirklich unerreichbar aufstellen. Klettert deine Katze überall hin oder knabbert ständig, wähl lieber aus der Liste der ungiftigen Pflanzen.
Kann ich mich bei der Sicherheit auf eine Pflanzenerkennungs-App verlassen?
Eine Bestimmung, ob von Lilora oder einer anderen App, ist ein Vorschlag, den du bestätigst. Prüf mit dem bestätigten botanischen Namen die ASPCA-Liste und frag im Zweifel deine Tierarztpraxis.
Quellen und weiterführende Informationen
- ASPCA Animal Poison Control Center
- NC State Extension: Zamioculcas zamiifolia
- NC State Extension: Ficus lyrata
- Kew, Plants of the World Online: Dracaena trifasciata
Allgemeine Hinweise, keine Diagnose. Beachte die Pflanzenart und die Bedingungen am Standort.